cepStudie '20 Jahre Euro: Verlierer und Gewinner' des Centrums für Europäische Politik (cep, Freiburg), Autoren: Alessandro Gasparotti und Matthias Kullas — relevant für die Debatte um den von der AfD geforderten Euro-Austritt
Wortlaut der Quelle
Deutschland hat von der Euro-Einführung bei weitem am meisten profitiert: von 1999 bis 2017 in Höhe von fast 1,9 Billionen Euro. Dies entspricht rund 23.000 Euro je Einwohner.
Zusammenhang und Feststellungen
Empirische Untersuchung mit der synthetischen Kontrollmethode für acht Euro-Staaten: Wohlstandswirkung der Euro-Einführung 1999–2017 für Deutschland +1.893 Mrd. Euro insgesamt bzw. +23.116 Euro pro Einwohner (größter Profiteur); Niederlande +346 Mrd.; dagegen Frankreich −3.591 Mrd. und Italien −4.325 Mrd. Euro. Die Studie beziffert den Nutzen der Euro-Mitgliedschaft für Deutschland und damit implizit die Größenordnung dessen, was bei einem Euro-Austritt auf dem Spiel stünde.
Art der Aussage
Fremdbewertung
Rechtsstatus
Kein Verfahren
Belegqualität
Primärquelle
cepStudie: 20 Jahre Euro: Verlierer und Gewinner. Eine empirische Untersuchung
Auftraggeber: cep – Centrum für Europäische Politik (Eigenstudie); externer Auftraggeber im PDF nicht genannt
Weitere Quellen
Der Euro brachte Deutschland Billionen (t-online, 2019)
Studie: Deutschland hat besonders von Euro-Einführung profitiert (finanzen.net)
Einschränkung
Nur Erscheinungsmonat (Februar 2019) im PDF angegeben, daher Datum auf Monatsersten gesetzt; die synthetische Kontrollmethode der cep-Studie wurde in der Fachdebatte methodisch kritisiert; Studie wird wegen der negativen Werte für Frankreich/Italien teils auch von Euro-Kritikern zitiert — Einordnung erforderlich
Diesen Eintrag zitieren
Berliner Friedensglocke, Eintrag F-002, berliner-friedensglocke.de/eintrag/F-002/