Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zu den Kosten eines EU-Austritts Deutschlands ('Dexit'), veröffentlicht vor der Europawahl 2024 (IW-Trends 2/2024: 'Brexit – Kein Vorbild für Deutschland', Autoren: Hubertus Bardt, Lennart Bolwin, Berthold Busch, Jürgen Matthes)
Wortlaut der Quelle
Der Austritt hätte katastrophale Folgen für die Unternehmen, den Standort Deutschland und die Menschen.
Zusammenhang und Feststellungen
Simulationsrechnung analog zu den empirischen Brexit-Erfahrungen des Vereinigten Königreichs: Im fünften Jahr nach einer Austrittsentscheidung läge das deutsche BIP um ca. 5,6 Prozent niedriger; kumuliert über fünf Jahre entgangene Wirtschaftsleistung von rund 690 Milliarden Euro; Verlust von rund 2,5 Millionen Arbeitsplätzen. Zusätzliche Kosten eines Euro-Austritts sind nicht enthalten, die Zahlen gelten laut IW als Untergrenze. Die AfD fordert in ihrem Europawahlprogramm 2024 eine 'geordnete Auflösung der EU' bzw. einen 'Bund europäischer Nationen'.
Art der Aussage
Fremdbewertung
Rechtsstatus
Kein Verfahren
Belegqualität
Primärquelle
Europawahl: Dexit würde 690 Milliarden Euro kosten (IW-Pressemitteilung zu IW-Trends 2/2024)
Auftraggeber: Institut der deutschen Wirtschaft (Eigenpublikation in IW-Trends); externe Auftraggeber/Finanzierung nicht angegeben
Weitere Quellen
IW-Studie: 'Dexit' würde Deutschland 690 Milliarden Euro kosten (Oiger, 19.05.2024)
Dexit: Teurer Ausstieg aus der Staatengemeinschaft (iwd.de)
Einschränkung
Vollständiges Studien-PDF (IW-Trends 2024-02-06) nicht separat abgerufen, Kernzahlen stammen aus der offiziellen IW-Pressemitteilung; dokumentierte AfD-Reaktion auf diese konkrete Studie nicht verifiziert
Diesen Eintrag zitieren
Berliner Friedensglocke, Eintrag F-001, berliner-friedensglocke.de/eintrag/F-001/