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Berliner FriedensglockeFaktendokumentation · 251 Belege · Stand 25.07.2026

Gerrit Huy

MdB (AfD); Zitat aus der Debatte – der Eintrag dokumentiert das Abstimmungsverhalten der AfD-Bundestagsfraktion

Wortlaut der Quelle

Das heute vorgelegte Grundsicherungsgeldgesetz ist sehr komplex ausgefallen. Es erhöht noch einmal die Aufgaben und Formularvielfalt in den Arbeitsagenturen und Jobcentern.

Nicht von Gerrit Huy — Wortlaut der Quelle.

Anlass

Namentliche Abstimmung über den Gesetzentwurf der Bundesregierung 'Entwurf eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze' (Umgestaltung des Bürgergelds zur neuen Grundsicherung/'Grundsicherungsgeld'; Drs. 21/3541, 21/4087, Beschlussempfehlung Drs. 21/4522 Buchstabe a)

Zusammenhang und Feststellungen

AfD-Fraktion laut Abstimmungsdatenbank des Bundestages: 0 Ja, 132 Nein, 0 Enthaltung, 18 nicht abgegeben (Fraktionsstärke 150). Gesamtergebnis laut Abstimmungsdatenbank: 320 Ja, 268 Nein, 2 Enthaltungen, 40 nicht abgegeben; verlesenes Ergebnis im Plenarprotokoll 21/62: 591 abgegebene Stimmkarten, 321 Ja, 268 Nein, 2 Enthaltungen, Endgültiges Ergebnis 590 abgegebene Stimmen, 320 Ja, 268 Nein, 2 Enthaltungen – Gesetzentwurf angenommen. Zustimmung von CDU/CSU (206) und SPD (113 Ja, 2 Enth.); Nein von AfD (132), Bündnis 90/Die Grünen (80) und Die Linke (55). Die AfD hatte zuvor einen eigenen Änderungsantrag (Drs. 21/4525) eingebracht, für den ausweislich des Protokolls allein die AfD-Fraktion stimmte. Ferner lagen zwei eigene AfD-Anträge vor: 'Aktivierende Grundsicherung statt Grundsicherungsgeld' (Drs. 21/3605) und 'Bürgergeldleistungen stoppen bei Haftbefehlen – Keine Unterstützung für gesuchte Straftäter' (Drs. 21/2222). Bei der Beschlussempfehlung zur Ablehnung des Grünen-Antrags 'Chancen statt Stigmatisierung – Für eine gerechte Grundsicherung' (Drs. 21/3606) stimmte die AfD mit CDU/CSU und SPD für die Ablehnung. Für die AfD sprach Gerrit Huy (PlPr 21/62, S. 7461 f.).

Position der Betroffenen

Die AfD begründete die Ablehnung damit, das Gesetz sei zu komplex, erhöhe die Bürokratie in Jobcentern, spare statt der angepeilten Einsparungen nur einen Bruchteil ein und gehe nicht hart genug gegen Sozialbetrug vor; sie brachte einen eigenen Änderungsantrag (Drs. 21/4525) sowie eigene Anträge (Drs. 21/3605, 21/2222) ein.

Art der Aussage

Tatsache

Rechtsstatus

Kein Verfahren

Belegqualität

Beleg hoch

Primärquelle

PlenarprotokollPlenarprotokoll 21/62, TOP 6 a/b; Rede Huy S. 7460 A, Namentliche Abstimmung S. 7478 / Drs. 21/3541, 21/4087, 21/4522

Deutscher Bundestag, Stenografischer Bericht, 62. Sitzung, 5. März 2026 (Plenarprotokoll 21/62)

Weitere Quellen

Deutscher Bundestag, Namentliche Abstimmung 'Umgestaltung des Bürgergelds zu neuer Grundsicherung' (Datenbank, id=995)

BT-Drs. 21/3541 – Gesetzentwurf der Bundesregierung (Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze)

Einschränkung

Geringfügige Abweichung zwischen verlesenem vorläufigem Ergebnis (591 Stimmkarten / 321 Ja) und Endgültigem Ergebnis im Protokoll (590 / 320 Ja); die AfD-Zahlen sind davon nicht betroffen.

Diesen Eintrag zitieren

Berliner Friedensglocke, Eintrag D-111 (Plenarprotokoll 21/62, TOP 6 a/b; Rede Huy S. 7460 A, Namentliche Abstimmung S. 7478 / Drs. 21/3541, 21/4087, 21/4522), berliner-friedensglocke.de/eintrag/D-111/