DeZIM Data.insights #14 'Ablehnung, Angst und Abwanderungspläne. Die gesellschaftlichen Folgen des Aufstiegs der AfD' (Sabrina Zajak, Fabio Best, Gert Pickel, Matthias Quent, Friederike Römer, Elias Steinhilper, Andreas Zick)
Wortlaut der Quelle
Fast jede zehnte Person mit Migrationshintergrund (9,3 %) überlegt in Anbetracht der AfD-Erfolge ernsthaft, Deutschland zu verlassen.
Zusammenhang und Feststellungen
Repräsentative Befragung der deutschen Bevölkerung im März 2024. Weitere Befunde: 84,9 Prozent lehnen die 'Remigrations'-Pläne der AfD ab; besonders hohe Auswanderungsüberlegungen bei Menschen mit Herkunft aus der MENA-Region (18,9 Prozent) und europäischen Nicht-EU-Staaten (12,9 Prozent); käme die AfD in einem Bundesland an die Macht, planen 12,5 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund den Umzug in ein anderes Bundesland (MENA-Herkunft: 24,1 Prozent). Ökonomisch relevant als Indikator drohender Fachkräfteabwanderung, insbesondere aus Ostdeutschland.
Art der Aussage
Fremdbewertung
Rechtsstatus
Kein Verfahren
Belegqualität
Primärquelle
DeZIM Data.insights #14: Ablehnung, Angst und Abwanderungspläne (Berlin, September 2024)
Auftraggeber: DeZIM-Institut (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung; institutionell gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
Weitere Quellen
Kurzstudie zu Auswanderung wegen AfD: Goodbye (Ost-)Deutschland (taz)
DeZim-Studie: AfD-Vertreibungspläne machen Angst (Leipziger Zeitung, September 2024)
Einschränkung
Publikation nur mit Monatsangabe 'September 2024' datiert, Datum auf Monatsersten gesetzt; erhoben werden Abwanderungs-Absichten, nicht realisierte Abwanderung
Diesen Eintrag zitieren
Berliner Friedensglocke, Eintrag F-009, berliner-friedensglocke.de/eintrag/F-009/